GDP war gestern
und das nicht nur wegen der finanzkrise (GDP = gross domestic product = bruttosozialprodukt). vielleicht sollten wir alle mal einen anderen weg wählen und nicht immer alten zöpfen nachhängen. warum messen wir das bruttosozialprodukt eines landes? was sagt diese kalte, unnahbare zahl eigentlich über ein land aus? noch kälter ist die erklärung des historischen lexikons der schweiz:
“Mit dem Begriff BSP wird der Gesamtwert der in einer Volkswirtschaft während eines Jahres nachgefragten Güter und Dienstleistungen umschrieben, wobei die Bewertung zu Marktpreisen erfolgt.”
damit kann man ziemlich gut messen, wie viel die einwohner dieses betreffenden landes kaufen können. aber ist das alles? warum folgen wir nicht alle dem beispiel eines asiatischen zwergstaates und lassen das GDP hinter uns? bhutan tut dies und misst den wohlstand seines landes im GNH. GNH bedeutet gross national happiness. es gibt eine gross national happiness commission, welche die bruttonationalglücklichkeit misst. die hat rausgefunden, dass zwei drittel aller einwohner bhutans als glücklich bezeichnet werden können. im “happy planet index” (ja, das gibt es tatsächlich), rangiert bhutan auf dem 13. platz weltweit, die schweiz kommt gerade mal auf platz 68. interessanterweise ist kolumbien auf platz 2, was mich etwas an der untersuchung zweifeln lässt, aber studiert habe ich die voraussetzungen nicht. ah, auf platz 1 ist vanuatu. habt ihr schon mal davon gehört? am besten wäre ja ihr würdet dort wohnen, dann wärt ihr glückliche menschen. in sachen GDP kommt bhutan gerade mal auf platz 166 von 185 ländern, die schweiz hat platz 22 und kolumbien steht auf rang 38 (daten vom jahr 2007, worldbank.org).