das ist tatsächlich ein photo. was es nicht alles gibt.
wer eine sprache verbietet, möchte am liebsten die sprecher derselben verbieten, das geht aber nicht. so scheint es in der türkei zu sein, wo es verboten ist, im parlament kurdisch zu sprechen. ahmet turk hat es doch getan, sehr zur freude seiner parteigenossen. die live-tv-übertragung der parlamentssession wurde sofort abgebrochen. in der türkei wäre wohl vieles einfacher, wenn kurdisch zur landessprache gemacht würde. immerhin sind ein fünftel der einwohner der türkei kurden.
via bbc
bin jetzt auch bei facebook. ist noch lustig, ich chatte oder maile mit leuten, die ich jahre nicht mehr gesehen habe. das ist doch was nützliches. eine neue zivilisationskrankheit habe ich auch entdeckt, ich werde sie nach mir selbst benennne: die icore’sche ich-habe-zuwenig-facebook-freunde-paranoia.
neuerdings habei ich auch einen twitter-account (wenn schon denn schon). sehr lustig aber ohne offensichtlichen nutzen. da ich sehr blog-faul bin habe ich jedoch gedacht, die 140 twitter-zeichen würden mich mehr motivieren, irgendwas zu schreiben. ausserdem braucht mein englisch auffrischung. beides hat bislang auch irgendwie geklappt. ich habe nicht das gefühl, grosse würfe hinbekommen zu müssen und kann tweeten was mir so durch den kopf geht. es ist auch extrem iphone-kompatibel. es ist jedoch noch schwierig zu entscheiden, bei wem man mitlesen möchte. ich habe mir gedacht, schriftsteller wären doch noch was, habe aber noch nicht viele gefunden. mal schauen.
manchmal kann man es kaum glauben. der ozean ist ja so riesig. und der verkehr unter der wasseroberfläche dürfte im vergleich zu demjenigen darauf auch sehr wenig dicht sein. und trotzdem haben es zwei u-boote geschafft zu kollidieren. kann mir mal jemand die wahrscheinlichkeit ausrechnen?
es waren zwei atom-u-boote, ein englisches und ein französisches. nach vertuschungsversuchen ist es jetzt ans licht gekommen. scheinbar gab es keine verletzten und auch atomares material sei nicht ausgetreten. ein bischen beunruhigend ist das schon, dass da mehr oder weniger zwei atombomben kollidieren können. scheinbar ist die moderne technologie zu gut, denn die sonar-geräte, welche objekte anzeigen sollen, wurden vom jeweils anderen u-boot sehr gut gestört.
der bbc korrespondet aleem maqbool marschiert mit einem esel von nazareth nach bethlehem. er versucht die gleiche route zu nehmen, wie sie in der neutestamentarischen weihnachtsgeschichte beschrieben ist. ob man daran glaubt oder nicht, der weg führt allemal durch eine interessante region. sein marsch führt quer durch die west bank (von den siedlern immer noch als judäa und samaria bezeichnet), der von der fatah kontrollierte teil der palästinensischen gebiete, vorbei an jüdischen siedlern und palästinensischen dörfern. dabei trifft er auf palästinenser und israeli, welche sehr nahe beieinander völlig unterschiedliche leben führen. ein sehr interessantes tagebuch.

die einzelnen tagebucheinträge auf bbc.co.uk.
ich nehme mal das stöckchen von amade.ch auf. und dies, obwohl der fünfte satz auf s. 56 des vor mir liegenden buches wohl der langweiligste ist, den man sich denken kann:
“Die Auflösung beeinflusst die Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis der Gesellschafter sowohl in materieller, wie in personeller Hinsicht.”
Leider liegt vor mir eben gerade der Basler Kommentar zum Obligationenrecht II. der satz entstammt der kommentierung von Art. 547 OR (auflösung der einfachen gesellschaft) und wurde von daniel staehelin zu (dünnem) papier gebracht.
zwei extrembeispiele, die mir heute begegnet sind:
extrem gestochen:
“Genehmigen Sie, sehr geehrter Herr Muster, den Ausdruck unserer vorzüglichen Hochachtung”
extrem falsch:
“Bitte, ich möchte Ihn ratten bezahlen. Danke”
eines der berühmtesten männermagazine, der esquire, bietet die sieben besten artikel seiner geschichte gratis zum lesen im internet an. dies zur feier des 75-jährigen bestehens des magazins. ein stattliches alter für ein magazin, würde ich sagen. die auswahl ist subjektiv, ob die stories wirklich die besten sind, sei dahingestellt. die themen sind auf jeden fall alle interessant. der älteste artikel ist von 1960, titel: superman comes to the supermarket. der autor dieser story ist norman mailer (wurde später ein sehr berühmter schriftsteller). der neueste artikel ist von 2006 und behandelt das massaker an der schule in beslan. ich habe die artikel noch nicht gelesen, freue mich aber auf ein bischen zeitgeschichte. wer selbst lesen möchte: link zum esquire
das ist ein vorschlag für die kommende fasnacht: auf www.bbc.co.uk kann man lustige masken von sportlern runterladen, die man dann ausschneidet und, ja und, fasnacht eben. die spinnen die briten. ich fand es übrigens noch schwierig, die sportler zu erkennen. der links ist einfach, der rechte eher etwas für kenner.
und das nicht nur wegen der finanzkrise (GDP = gross domestic product = bruttosozialprodukt). vielleicht sollten wir alle mal einen anderen weg wählen und nicht immer alten zöpfen nachhängen. warum messen wir das bruttosozialprodukt eines landes? was sagt diese kalte, unnahbare zahl eigentlich über ein land aus? noch kälter ist die erklärung des historischen lexikons der schweiz:
“Mit dem Begriff BSP wird der Gesamtwert der in einer Volkswirtschaft während eines Jahres nachgefragten Güter und Dienstleistungen umschrieben, wobei die Bewertung zu Marktpreisen erfolgt.”
damit kann man ziemlich gut messen, wie viel die einwohner dieses betreffenden landes kaufen können. aber ist das alles? warum folgen wir nicht alle dem beispiel eines asiatischen zwergstaates und lassen das GDP hinter uns? bhutan tut dies und misst den wohlstand seines landes im GNH. GNH bedeutet gross national happiness. es gibt eine gross national happiness commission, welche die bruttonationalglücklichkeit misst. die hat rausgefunden, dass zwei drittel aller einwohner bhutans als glücklich bezeichnet werden können. im “happy planet index” (ja, das gibt es tatsächlich), rangiert bhutan auf dem 13. platz weltweit, die schweiz kommt gerade mal auf platz 68. interessanterweise ist kolumbien auf platz 2, was mich etwas an der untersuchung zweifeln lässt, aber studiert habe ich die voraussetzungen nicht. ah, auf platz 1 ist vanuatu. habt ihr schon mal davon gehört? am besten wäre ja ihr würdet dort wohnen, dann wärt ihr glückliche menschen. in sachen GDP kommt bhutan gerade mal auf platz 166 von 185 ländern, die schweiz hat platz 22 und kolumbien steht auf rang 38 (daten vom jahr 2007, worldbank.org).
was haben die beiden gemeinsam? ja klar: etwas hängt über ihnen.
es geht wieder von vorne los, das unsägliche blocher-getue, theater, trauerspiel, wie immer man es nennen möchte. ich kann nicht glauben, wie sich die svp-leute so dominieren lassen. aus dem seit jahren gebetsmühlenartig wiederholten “blocher ist halt der beste für den job” kann nämlich nur folgen, dass alle anderen schlecht sind. dumm, unerfahren und einfach halt alles in allem schlechter. ich bin wahrlich kein fan von ihm, aber ueli maurer tut mir echt, wirklich, leid. jetzt muss er für die überfigur (darf ich dear leader sagen?) wieder einmal zurücktreten, die chance seines lebens verpassen und dann auch noch sich selbst schlecht darstellen. keiner sonst wäre in der jetzige situation fähig, blablaba, usw. und das obwohl bei seinen öffentlichen auftritten klar wird, dass er wirklich nicht mehr so frisch ist. ich bin geneigt zu sagen dass ich froh bin, hat der genannte herr schon ein gesetzteres alter hat und wohl bald selbst nicht mehr will (wäre anzunehmen), ansonsten wir für jetzt und in alle ewigkeit bei jeder bundesratsersatzwahl blocher auf dem parkett hätten. ein richtiges damoklesschwert eben. der gnädige herr vom rechten ufer hält sich selbst für unentbehrlich und zeigt damit selbst, wie entbehrlich er ist. oh, habe ich schon erwähnt, dass blocher bei einer wahl der älteste bundesrat wäre?
“I would like to congratulate Mr Obama on his brilliant victory. In his oficial capacity as president of the United States he will probably have to meet our prime minister, Silvio Berlusconi. I apologise in advance.”
Marta Sanna, Cagliari (I), Letters to the editor of The Economist on “Our Endorsement of Barack Obama”
:-D
bei der allgemeinen, durch amade.ch ausgelösten, posting-euphorie will ich ja nicht hintenanstehen. und gleichzeitig ebenfalls meinen senf zum schweizer film der vorweihnachtszeit, happy new year, abgeben, obwohl derselbe bloggerkollege wiederum schneller war.
ich bin im kleinen kreis bekannt für meine kritische haltung filmischen schaffens gegenüber. ich könnte euch mal aufzählen, was für filme ich aus prinzip nicht schauen gehe, das wird aber eine furchtbar lange liste. einige beispiele: romantische komödien, deutsche komödien, die meisten deutschen filme allgemein, schweizer komödien, alle filme in denen adam sandler vorkommt, horrorfilme und artverwandtes wie splatter (nicht aus prinzip, sondern aus angst), liebesfilme (auch nicht-komödien), liebes-dramen, die liste lässt sich erweitern. einige dieser prinzipien habe ich hinter mir gelassen, wie zum beispiel alle filme in denen scarlett johansson vorkommt oder deutsche filme ganz generell. und eben mühe hatte und habe ich häufig mit schweizer filmschaffen. das fängt damit an, dass ich den dialekt nicht gern im filme höre und den humor nicht verstehe (vielleicht ist es auch nie lustig?).
nun hat mich gestern jemand reingelegt und in happy new year geschleppt. ich wusste nicht einmal, dass es ein schweizer film war, geschweige denn worum es ging. beim eintreten in den kinosaal konnte ich anhand des weiblichen publikums nur erkennen, dass der film nicht brutal sein würde. so weit so gut. dann fing es an und jörg schneider trat auf. ich musste lachen, weil er den grantligen opa so lebensecht gab. dann ein teenager, deren mutter säuft, traurig aber realitätsnah. zwei polizisten im auto so langweilig, aber so tolle dialoge. tolle dialoge? in einem schweizer film. ich mochte den film so sehr, dass mir immer noch nichts wirkliches in den sinn kommt, das ich kritisieren möchte. und das ende, das ende, ach, ich möchte nicht noch mehr verraten, geht einfach hin und fördert 1. schweizer filmschaffen und 2. eure gute laune.
so dreist, dass ich es einfach posten musste. weitere bilder von plagiaten (es ist jedoch keines so gut wie dieses) gibt es auf www.stop-piracy.ch.